Mittwoch, 26. Dezember 2007

Buffy Season Eight #7-9

Der Vorteil eines (auf ungeklärte finanzielle Zukunft begründeten) 3-monatigen Comic-Entzuges ist ja, daß man nach der anschließenden (auf wieder geklärte finanzielle Zukunft begründeten) Lieferung auch mal mehrere Hefte einer Serie am Stück lesen kann. So parallel ich sonst lese - und damit auch erstaunlich gut zurecht komme -, gebündeltes Lesen ist schon auch toll. Wenn die Tradepolitik der Comic-Verlage es erlauben würde, würde ich wahrscheinlich bei einigen Serien auf Trades (Sammelbände) umsteigen. Der überteuere Hardcover-Wahn in der Erstauflage und die Ungewissheit, ob auch wirklich ein Trade kommt, halten mich aber weiterhin davon ab.

Buffy Season Eight wird aber eh weiterhin in Heft-Form gekauft, Jo Chens Cover sind einfach allererste Sahne, die will ich nicht nur abgedruckt innerhalb eines TPBs haben ;). Hoffentlich kriegt mein Comichändler es noch hin, mir die "falsch" gelieferten Cover umzutauschen, #6 und #9 hab ich nämlich die Variant-Cover aus dem Bleistift des regulären Zeichners Georges Jeanty. Der ist auch toll, aber keine Jo (die auch - ohne daß ich wüsste wie Georges aussieht - um einiges süßer sein dürfte. Bild-Quelle rechts: Jive-Magazine. ). Deren Artwork ich mir allerdings dann im Heft selber auch nicht gut vorstellen könnte.

Egal. Die letzten drei Viertel von "No Future For You" konnte ich also in einem Rutsch lesen, war großes Kino. Faith fühlt sich plötzlich ihrem Zielobjekt mehr verbunden als ihr lieb ist:

Gigi: "Hope [Faiths Deckname, schöne Anspielung], we're gorgeous, powerful young women. We're always going to attract the attention of dirty old men. The Trick is making them feel like they're exploiting us, when in reality, we're exploiting them."
Faith: "Unless that's just what they want us to think."

Und obwohl sie ihre Tarnung (siehe unten) recht lange aufrecht erhalten kann, platzt natürlich irgendwann Buffy dazwischen. Oder wird dazwischen geplatzt, so richtig dafür kann sie ja nix.

Türsteher: "If I could just see your invitation then?"
Faith: "Do you honestly expect me to wave around some cheap piece of parchment like a bleeding sped in line at the cinema? Let me inside before I have you sent back to whichever stable-house detail your superiors mistakenly pulled you off of."
TS: "You're one of them, all right."

Beim Aufeinandertreffen der beiden schwindelt auch nichtmal das Cover zur #8 (das von Jo. Hab ich erwähnt, daß die ganz schön süß ist? Nein? Die ist ganz schön süß. ;) ) rum, das ich sonst eher für ein "hey, wir zeigen mal irgendwas cooles, was gar nicht wirklich im Heft vorkommt" gehalten hätte.

Neben der Haupthandlung, die endlich den vermuteten Drahtzieher hinter der Twilight-Sekte offenbart und ein entzweites Slayer-Watcher-Paar zurücklässt (Madame Summers fand es nicht so toll, daß der Herr Giles sie so im Dunkeln gelassen hat), gibt es auch herrlich typische Willow-Dawn-Buffy-Momente:

Willow: "I swear, I'll un-embiggen you the second you tell me what incantation your significant other used while you two were... being significant together."
Dawn: "You're worse than my sister, Willow! Why is everyone so sure this is Kenny's fault?"
W: "Um, because he's a thricewise [wasauchimmer das ist, das weiß irgendwie niemand, auch die amerikanischen Leser nicht]? I'm as sensitive to profiling as the next gay wiccan jewess, but not every stereotype is untrue."

Kurz darauf wird Willows Hilfe gebraucht:
Willow: "[..] and please tell Ms. Summers [aufmerksame Leser von usaerklärt kennen den direkt vorausgehenden Dialog, bei dem Renee Willow mit Ms. Rosenberg anspricht] that I already double-checked our perimeter's enchanted moat this morning."
Renee: "Actually, she said she was looking for, and I quote,
'Laptop-geek Willow, not broomstick-action Willow.' I think she needs help figuring out the new radar stations we just installed."
W: "Right, I forgot we added G.I. Joe to the long list of people who want us dead."


Buffy freut sich dann später auch entsprechend:

Buffy: "You, young lady, have the least egg-like head of any egghead ever. Hey, do you think we should invest in some sonar, too?"
Willow: "Um, our castle is kind of landlocked, Buff."
Buffy: "But we've got a moat! Maybe we need something that can tell us if it's crawling with navy frogmen. Or an army of Man-Frogs."[..]
[Willow ist etwas besorgt über die Finanzierung und die Tatsache, daß sie gegen Menschen kämpfen müssen, anstatt Monster]
W: "You know what I mean. It's not like we can just stake these grunts in the heart, right? Not killing humans is what separates us from the bad guys."
B: "No, not being bad is what separates us from the bad guys."

Hach ja. Trotz BSG, Doc Who, Heroes, Scrubs und whatnot, vermisse ich meine scoobies immer noch sehr. Buffy the Vampire Slayer ist so bissl my personal Star Trek. Ich kann zwar schlecht behaupten, daß ich mit der Serie aufgewachsen bin, (ich glaub ich war 17 oder 18, als die Serie in Deutschland startete und 19 oder 20 als ich mit "Becoming, Part 2" - dem Finale der zweiten Season" vom Nebenbei-Schauer zum begeisterten Fan wurde), aber sie hat mich in vielerlei Hinsicht geprägt und ich hab ihr viel zu verdanken. Mal ne Liste:

  • die erste TV-Serie, bei der ich unbedingt jede Folge sehen musste (das haben TNG, DS9 und B5 nur partiell geschafft). Genaugenommen also der Grundstein für meine TV-Serien-Junkieness - vorher waren TV-Serien nicht derart "wichtig" für mich. Abgesehen von so comic-related stuff wie Gargoyles und - ja, ich stehe dazu, ich war jung und es gab ja sonst nichts - Sailor Moon.
  • DIE Serie, der ich meine heutigen Englisch-Kenntnisse und -Fähigkeiten verdanke. Ich hab mir damals erstmalig englische Folgen auf Videokassetten als UK-Import für teuer Geld (100 DM pro halbe Staffel) gekauft und war somit ab Staffel 4 aktueller als das deutsche Fernsehen. Und lernte bald die schreckliche Realität der Verhunzung durch Synchro kennen.
  • die erste (und bisher einzige) Serie, für die ich tatsächlich in größeren Dimensionen als sonst üblich sinnlos Geld für Merchandise ausgegeben hab. Kalender zum Beispiel. Zwei dicke Ordner voller Trading Cards verstauben auch irgendwo im Schrank. Hat natürlich auch mit Punkt eins zu tun, Buffy war echt das Nonplusultra für mich.
  • meine erste "richtige" feste Freundin hab ich über ein Buffy-Forum kennengelernt. Bei unserem zweiten Date haben wir ein paar Folgen Buffy geschaut ;). Wenn ich recht überlege, habe ich auch eine spätere Liason das erste Mal in einem Buffy-Chat getroffen. Soll mal einer sagen, TV-Serien gucken macht einsam...

Prinzipiell kam die Serie einfach zu einem denkbar günstigen Augenblick in meinem Leben, das hätte diesbezüglich prinzipiell auch ne andere sein können. Als ich beim Bund war, bekam ich mit Sarah Michelle Gellar (die ja seit kurzem offiziell Sarah Michelle Prinze heißt) jeden Samstag auf Pro Sieben eine heiße Braut präsentiert, die auch noch coole Sprüche gerissen und fiese Bösewichte verprügelt hat. Sowas gab's ja damals nicht oft und in Season zwei sah SMG auch mit Abstand am besten aus, heutztuage kann man sich den Hungerhaken ja kaum noch anschauen. Freddie, gib der dochmal was zu essen, Mensch! Während sich diverse Kameraden irgendwelche Schlüsselloch-Poster in den Spint hängten, pinnte ich eine Buffy an (Zu der Zeit hatte ich ja auch mit meiner Comic-Expansion angefangen und somit in den deutschen Buffy-Comics eine tolle Quelle für Poster gefunden) die Tür. Meine Lieblings-Michelle kenn ich ja auch von dort, wobei sich mein Faible für die Dame erst nach Buffy nach einem "was macht eigentlich..."-Streifzug entwickelt hat (was dazu führt, daß Dawn bei einem Re-Watch viel niedlicher sein wird).

"Becoming" und überhaupt die zweite Staffel mit dem ganzen Angelus-Strang ist heute noch mein Favorit. Wie Willow da kurz vor knapp dem Angel seine Seele wiedergibt und Buffy ihn trotzdem abstechen muß, um die Welt zu retten - boah, das ist in meinen Augen ein Highlight der ganzen Serien-Landschaft zu der Zeit. Wahnsinn. Oder als Angelus Jenny Calendar umgebracht hat und sie tot in Giles' Bett gelegt hat, richtig fies mit Rosenblättern und allem... Nach dem Bund hatte ich auch genügend Geld angespart, um mir dann die besagten UK-Boxen leisten zu können, ab dem dritten Semester hatte ich ja dann auch einen kleinen Studentenjob. Und Buffy ist einfach ein herausragender Kanditat für die Demonstration der Geilheit der englischen Sprache. Nicht grade einfach für einen "Einsteiger", aber wenn man erstmal die scoobies halbwegs verstanden hat, schreckt einen nur noch Gosford Park und Trainspotting im Original.

Nicht alle Staffeln hielten das Niveau, nicht mit allen Charakteren wurde gut umgegangen (Tara als zu früh Dahingemeuchelte und Dawn als ab Season 6 sträflich vernachlässigte Figur), trotzdem wird für die Serie immer ein großer Platz in meinem TV-Herzen reserviert bleiben. Und eine meiner ersten Anschaffungen nach dem Diplom wird wohl endlich mal die Komplett-Box sein. Wer hat Lust auf mehrere Buffy-Marathons so im vierten Quartal 2008? ;)

Dienstag, 25. Dezember 2007

Frohe Weihnachten mit den Great Old Ones

Leicht verspätet möchte ich an dieser Stelle allen (Semi-)Stamm- (jaha, allen 5, die hier kommentiert haben!) und Gelegenheitslesern Frohe Feiertage und einen Guten Rutsch ins neue Jahr wünschen :).

Und damit's thematisch auch etwas batchig bleibt, hier noch zwei cthulhueske Duröhre-Fundstücke dazu:





Das zweite "Freddy the red brained Mi-Go" ist übrigens aus einem Cthulhu-Musical "A Shoggoth on the Roof". Wat et nich allet jibt...

Sonntag, 23. Dezember 2007

Die Reise ist beendet

...zumindest vorerst.

"Journeyman" teilt das Schicksal vieler aktueller US-Serien und liegt aufgrund des Autoren-Streiks (Joss, JMS und all ihr anderen: Ich steh ja hinter Euch, echt... aber ihr beschert TV-Junkies wie mir eine echt harte Zeit...) auf Eis. Dummerweise sieht es gerüchtemäßig danach aus, als ob NBC keine zweite Season haben wollen wird - die 13 gelaufenen Folgen könnten also durchaus auch direkt die letzten gewesen sein.

Wäre sehr schade drum, mir hat die erste Staffel gut gefallen. Nicht direkt DER Überflieger, aber doch sehr sehenswert. Ne Inhaltsangabe hab ich ja schonmal gegeben. Minor Spoilers ahead, ich halt mich bei den wichtigen Dingen aber bedeckt.

Man hatte ja versprochen, am Ende der produzierten Folgen (die NBC dann auch tatsächlich doch alle ausgestrahlt hat, ursprünglich sah es für die letzte eher schlecht aus) eine Erklärung für Dans Zeitreiserei zu geben. Die fand ich jetzt ehrlich gesagt nicht soooo überzeugend, trotzdem bleibt das Konzept in meinen Augen weiterhin erfrischend. Vor allem die Einbindung von Dans Familie, die sich mit seinen Eskapaden arrangieren muß, ist bis zuletzt sehr spannend und im Gegensatz zu meinem großen Kritikpunkt im Anschluß recht dicht und schlüssig inszeniert. Der Weg ist das Ziel und auch wenn ich noch nicht weiß, wie ich die Eröffnungen und Entscheidungen der letzten Folgen finden soll, so war Dans Reise zu seinem Schicksal ein schönes Erlebnis und ich würde ihn gerne weiter begleiten :).

Und nu zum Gemecker. Was man der Serie ja wirklich vorwerfen kann und muß, ist der zeitweise seeeeeehr grenzwertig-lasche Umgang mit den Auswirkungen einer Zeitreise im Rahmen der "nur eine Zeitline"-Prämisse, die sie definiert. Vieles kann man sich ja schönreden durch die immer noch ungeklärte höhere Macht, die hinter dem Ganzen steht und Dan und Livia irgendwie zu leiten scheint (und auch mal bockig aufsässige Journeymen per Schicksalsschlag bestraft). Da suspendet man den/das disbelief schon mal. Aber wenn sich Dan permanent in seine eigene Vergangenheit einmischt und sich dabei in der Gegenwart bis auf das Schicksal seines eigentlichen Zieles oder dessen Umfeldes nie etwas ändert, dann wird das schon arg dolle überstrapaziert.

Diesbezügliches Highlight ist ja die vorletzte Folge, in der Dan seine DigiCam in den 70ern zurücklässt. Auswirkung dieses verfrühten Technologie-Sprungs auf die Gegenwart: Coole Minority-Report Displays und fesche Tastaturen in der Zeitungs-Redaktion und digitales Papier. Die ganze restliche Technik (Kücheneinrichtung, Autos..) ist noch genauso ;). Achja, und sein Sohn ist ne Tochter, weil die Zeugung später stattfand. Ansonsten ist aber alles beim Alten, inklusive Wissen und Gefühle und whatnot aller Beteiligten. Aaahhhja. Dieser sehr selektive Butterfly-Effect sollte in einer zweiten Staffel unbedingt variiert oder zumindest sinnvoller erklärt werden.

Und falls sich wer fragt, was die Hübsche oben links soll, det ist Moon Bloodgood, die die Livia spielt. Lecker Mädsche! ;)

Donnerstag, 6. Dezember 2007

Vermischtes (4)

FILM1: Heute mit der endlich mal wieder für etwas länger in Berlin weilenden Mitbewohnerin "L.A. Crash" geschaut. Ich mag solche Episoden-Geschichten sehr, und diese hat zurecht einen Oscar gewonnen. Obwohl oder vielleicht auch gerade weil sie so abartig vollgestopft ist mit zum Teil recht extremen Charakteren, fand ich diese Patchwork-Erzählung um Rassismus, Gewalt und Kriminalität sehr sehenswert. Besonders cool fand ich die zum Teil stattfindende "Umkehrung" von Klischees, bei denen mit den Erwartungen der Zuschauer gespielt wird. Sitzt man anfangs noch selbstsicher mit einem "Na klaar, ich weiß, was nachher passieren wird..." auf der Couch, so bleibt einem das "Ha, siehste, ich hab's doch gewußt..." später im Halse stecken.

FILM2: Empfehlung für "Golden Compass". Der Frisch-Verheiratete hat die Kritik dazu verfasst, ich war aber auch in der Pressevorführung. Schöne Steampunk-Fantasy mit unkitschiger "Message" und verdammt knuddeligen Tieren aus dem Rechner. Pantalaimon ist so ein niedliches Viech, das hält man nicht aus. Wer's noch nicht gemacht hat, kann mal indirekt meinen persönlichen Daemon transformieren:


;


FILM3+4: "Valley of Flowers", meine erste DVD-Rezi (wenn auch eher zufällig, da hat nur der Redakteur gepennt ;) ). Cooler Film, den ich mir allerdings nur zweimal (einmal "normal" auf deutsch, einmal Director's Cut auf Hindi/Japanisch mit englischen UT) angeschaut habe, weil Hauptdarstellerin Mylène Jampanoï ein verdammt heißer Feger ist (Beweisfoto links). Ähnliche Motive trieben mich auch in die PV von "Asterix bei den Olympischen spielen", die mich nur interessierte, weil Vanessa "Alice" Hessler da mitspielt. Sie hat da zwar nicht sonderlich viel zu tun gehabt, außer schnucklig dreinzuschauen (das aber auch sehr gekonnt), aber der Film war ansonsten überraschend lustig, ich hab mich da königlich amüsiert. Kritik folgt irgenwann später, läuft erst ab 31.1.

DIPLOM: Bah, ich komm langsam in die Phase der Diplomarbeit, wo man richtig zu rödeln hat ;). Hab mir die letzten Wochen mit Flash CS3 um die Ohren gehauen, das allerdings durchaus Spaß macht und mit ActionScript 3 auch eine in meinen Augen ganz passable objekt-orientierte Programmiersprache bietet. Auch wenn ich die Unkenrufe über die Verkomplizierung von eher einfachen Funktionen aus AS2 verstehen kann, professioneller und konsistenter ist das so allemale. Diese Woche hab ich angefangen, den ganzen Spaß in mein System aus der Studienarbeit einzubauen - und da hier außerdem noch etwas AJAX zum Einsatz kommt, war das weniger feierlich als erhofft. Dezember, Januar und ganz sicherlich auch Februar werden ordentlich programmier-intensiv werden, danach sollte es dann langsam mit dem Schreiben der Arbeit selbst losgehen. Sollte sich mein ewiges Studi-Leben doch so langsam dem Ende zuneigen? ;)

OBLIVION: 10 Spielstunden später (hab mich im letzten Beitrag etwas verguckt gehabt, da waren's statt der angegebenen 40 nur 33 Spielstunden, nun bin ich bei 44) habe ich immerhin ein weiteres Quest der Main-Storyline absolviert, allerdings nur, weil ich las, daß ein darin eingefügtes optionales Quest in höheren Leveln sauig schwer zu schaffen ist, weil man recht kanonenfutterig agierende Soldaten zu verteidigen hat. Dabei habe ich mein erstes Portal in die Planes of Oblivion (wo die bösen Daedra wohnen) durchschritten und bin aus dem Bauklötze Staunen gar nicht mehr rausgekommen. Was ne abartig eklige Dimension, mit rumhängenden Fleisch-Säcken und zu öffnenden Riesen-Herzen als Behältnisse, aufgespießten und aufgehängten verstümmelten Leichen überall und hohe Türme, die in einen blutroten Himmel ragen. Barad Dûr ist ne vermuffte Abstellkammer dagegen. Geilomat. Ansonsten hab ich auch mein erstes Perverso-Geek-Mod entdeckt, nennt sich Basic Instinct. Selbiges ist ein Zauber, den man auf weibliche NPC spricht, die sich daraufhin entblößen und die nächste Schlafstätte aufsuchen, um dort ... öhmm... Spaß mit sich selbst haben. Ich hab das ja ungläubig für einen Scherz gehalten, was bin ich doch naiv. Wurde beim ersten Ausprobieren eines Besseren belehrt. Sachen gibts... In other Oblibion-News absolvierte ich vorhin ein Quest namens "A Shadow over Hackdirt", in dem ich einen Kult um sogenannte Deep Ones unter dem kleinen Städtchen Hackdirt, das von seltsam groß-augigen, fremdenfeindlichen Menschen bewohnt wird, aufdeckte. Die Hommage an Lovecrafts "The Shadow over Innsmouth" ist unübersehbar und wird dankend von mir aufgenommen :).

TRAVIAN: Während mich der Ableger Travianer trotz anfänglicher Begeisterung im Moment tödlich langweilt, spiele ich die aktuelle org-Runde Travian noch recht gelassen und gerne. Die Mitbewohnerin und ich haben uns etwas in den Außenring abgeseilt, um unsere Ruhe zu haben und R'lyeh und Y'ha-nthlei gedeihen prächtig. Wobei R'lyeh früher oder später aufgegeben werden muß, det liegt als erstes Dorf nämlich zu weit in der Mitte.

TV: Ich bin ja eigentlich auf der Seite der Autoren beim Autorenstreik, aber daß Heroes jetzt erstmal für länger pausiert, ist SCHEISSE! Und daß BSG Staffel 4 erst im März weitergeht. Daß Journeyman auch zu Ende ist. BLÖD! Razor hab ich mittlerweile nachgeholt und fands ziemlich nett, wennauch mir Helena Cain immer noch zu psychotisch und ihre Crew zu ... unrealistisch... ist. Als sie ihren XO abknallt und keiner der anderen Brückenoffiziere was macht... nee. Schade ist es um Shaw, die war echt hübsch. ;)

FEDCON: Morena hat ihre Teilnahme an der Starfury, die eine Woche vor der FedCon ist, abgesagt. Die Chance, daß sie auch der FedCon absagen muß, dürfte recht hoch sein. Ich bin geknickt, traurig, fast schon unglücklich. Wieso sagt immer jemand von den zwei Nasen ab, die mich heftigst interessieren? Nun ja, noch ist da ja nix offiziell, vielleicht kommtse ja doch. Nachtrag: Na hui, immerhin wurden eben Nicki "Cally" Clyne und Leah "Racetrack" Cairns aus BSG angekündigt. Fünf BSGler mittlerweile, da kann ich mich echt nicht beschweren (auch wenn's am Ende trotzdem nur anderthalb richtige Hauptcastler sind).

Sonntag, 2. Dezember 2007

Sign this! (1)

Um die Bissl Kunst Kategorie mal etwas zu entlasten, mach ich für alles Künstlerische, das später mal als Autogramm-Vorlage dienen soll, diese neue auf.

Erste im Bunde ist die Bleistiftzeichnung anläßlich des Besuches dieser Dame zur nächsten FedCon. Das Motiv sollte für Kenner der SciFi-Szene für sich sprechen. Die Crossover-Idee dafür hab ich eigentlich schon seit ihrer Ankündigung, inspiriert durch Machwerke wie diese. Prinzipiell würde ich gerne aus dem Ganzen ein tolles (Fake)-Comic-Cover basteln, mit reißerischen Taglines, Logo, Titel, usw. Bin mir allerdings noch unschlüssig, wieviel ich auf der Bleistiftzeichnung noch hinzufüge. Ein paar Hintergrund-Gizmos müssten ja sowieso mit drauf, ein Stargate z.Bsp. Da ich aber spätestens bei der Kolorierung sowieso wieder auf den Rechner zurückgreife, überlege ich, jene woanders zu zeichnen und das Ganze dann digital zusammenzufügen. Dann könnte man auch die Komposition später noch ändern. Dafür ist dann halt das Original etwas unspektakulär. Mit dem Inken meiner Inadria / Adrinara warte ichjedenfalls noch etwas, vielleicht lege ich mir ja doch demnächst mein tablet zu, dann kann ich direkt digital inken...

Mittwoch, 28. November 2007

JUBILÄUM! Kommentare erwünscht

Der geneigte Leser hat hiermit den 150sten Post dieses Blogs vor sich :). Doll. Sind im Schnitt immerhin 6,25 Beiträge pro Monat (wenn ich jetzt einfach mal zwei Jahre als bisherige Lebenszeit dieses Blogs nehme) also gut ein anderthalber pro Woche. Gratulationen und Geschenke werden ab sofort entgegengenommen :).

An dieser Stelle hätte ich gerne etwas Feedback von der werten Leserschaft. Seit zwei/drei Wochen habe ich laut sitemeter (ganz unten auf der Seite, könnter auch selber gucken) die Schallmauer von wöchentlichen 1000 Visits auf das Blog überschritten, und es würde mich einfach mal interessieren, wer hier überhaupt alles reinschaut. Mir ist nach einem Blick auf die letzten 100 referrals natürlich klar, daß ich die meisten Hits über die Bilder-Suche bei google kriege und dass ich meine hohen Rankings da wohl nur dem Hosting meiner Werke auf dem Uni-Server zu verdanken habe. Nach meiner Exmatrikulation machen wir nochmal ein paar Vergleiche ;).

Frau Eriador hatte in ihrem Blog (oder wars noch ihr altes? Hmm...) mal eine coole Kategorie, in der sie google-anfragen, die jemanden auf ihr Blog geführt haben, gepostet hat. Wenn ich da bei meinen Suchern gucke, bietet sich ein recht typisches Trauerspiel: "Jenna Elfman nackt", "Buffy nackt", "Morena Baccarin nackt", "Allison Mack nackt", usw. Ich erkenne da ein hintergründiges Schema :/. Die Ladies of Interest Einträge mit Aktzeichnungen zu mischen, war da wohl doch nicht so die tolle Idee ;). Mit Abstand die meisten Treffer landen übrigens immer noch hier. Wär ja toll, wenn's wegen dem Zeichnen wäre (ich kriege in der Tat ab und zu mal Besucher über eine "Gesichter zeichnen" o.ä. Anfrage), ich hab aber eher so die starke Vermutung, dasses eher die junge Dame selbst ist bzw. das verlinkte Original-Bild. Nun ja, ab und an entdecke ich auch Suchanfragen nach Comics, FedCon-Zeuch, TV-Kram, Rollenspiel oder eben das Zeichnen an sich, das entschädigt dann schon etwas.

Allerdings habe ich durch die allgemeine Kommentarflaute - ist kein Vorwurf, ich kommentiere auch eher selten, das ist absolut kein Problem für mich - nicht so recht den Überblick, wer hier regelmässig oder sporadisch reinschaut und mitliest. Wen ich also als "Leser" bezeichnen könnte. Ich weiß von exakt drei regelmässigen Lesern und vielleicht einer Handvoll weiterer Leser, die auch ohne explizite Verlinkung eines Beitrages irgendwo in einem Forum ab und an hier reinschneien. Und ich hab immer noch keinen Schimmer, wem dieses Blog gehört und wieso ich dort in der Blogrolle stehe. Es wurde dort aber verdächtig ausführlich über den Radsport berichtet... *augen zukneif*

Es wäre toll, wenn jeder, der das hier liest, mal nen Kommentar hinterlassen könnte. Ihr könnt gerne anonym bleiben, von mir aus irgendwie durchzählen und Euch gerne ausführlicher darüber äußern, wieso und wie oft ihr hier lest, was Euch gefällt und was nicht, wie ihr hergefunden habt und was Euch sonst noch so einfällt. Danke schonmal im Voraus und Feuer frei!

Dienstag, 27. November 2007

Cthulhu fhtagn (6): Edge of Darkness

Da ich grade bissl für das nächste Abenteuer recherchiere und dabei irgendwie wieder auf einer Lovecraft-Seite versackt bin, auf der ich ein paar seiner kürzeren Geschichten lese, habsch direkt mal wieder bissl Lust auf etwas chtulhuesques Geschreibsel bekommen. Also gibts mal fix eine Zusammenfassung der Erkenntnisse des letzten Abenteuers, das erstaunlicherweise alle überlebt haben - nur einen hat temporär der Wahnsinn ereilt. Gut fürs spätere nochmal Nachlesen, Spielergedächtnisse sind ja im Allgemeinen sehr löchrig und meins könnte auch besser sein ;).

Die Prämisse des Einsteigerabenteuers war ja recht einfach: Alter Bekannter der Spielercharakter (ein Hoch auf den Keeper, der die Relation zu den eben erstellten neuen Charakteren mal eben improvisieren durfte) nimmt ihnen am Sterbebett das Versprechen ab, sich um ein altes Übel in Form eines in ahnungsloser Jugend beschworenen Mistviechs zu kümmern. Die Herren Investigatoren (Gauner Tam, Privatdetektiv Luke, Archivar Leander, Priester Henry und Physik-Professor Norman) fahren nach Recherche diverser Tagebücher und Stuff spontan zum verlassenen Farmhaus im kleinen Örtchen um die Ecke und schaffen es tatsächlich, das nach dem Tode des letzten Beschwörerlis (war halt ne Gruppe von Deppen, die unbedingt ihre Nasen in Sachen stecken mussten, die sie nix angehen) nicht mehr örtlich gebundene Vieh anständig zu dispellen.

Was wurde dabei Mythos-relevantes und sonstig paranormales entdeckt? Im Mittelpunkt standen zwei Artefakte, dessen Bedeutung den Investigatoren allerdings nur teilweise klar sein dürfte. Vordergründig haben wir einen kleinen Sarkophag, der einst einem gewissen Nophru-Ka oder Nephren-Ka gehört haben soll, einem ägyptischen Ursupator der Dritten Dynastie. Über den wissen die Spieler im Gegensatz zu mir, der ich ja Lovecraftisch belesen bin, nicht viel, das könnte man bei passender Gelegenheit mal ändern, falls ich es irgenwie hinkriege, in meine Fertig-Abenteuer-Ansammlung einen roten Faden einzuflechten. Analysen des Kästchen ergaben nicht nur Verweise auf den sagenumwobenen versunkenen Kontinent Mu, sondern auch welche auf seine Funktion als "Herbeirufer von Geistern" (mittels eines in Berstein eingeschlossenen Insektes). Was für nette Geister das sind, durften sie am eigenen Leib erfahren, die Gruppe um ihren Bekannten hat vor 40 Jahren ein mörderisches Ungetier beschworen, von dem ich demnächst mal versuche, ein Bild zu zeichnen. 1d8 Sanity, sag ich mal. Haben natürlich alle ihre Checks geschafft :-/.

Das "Schöne" an dem "Lurker", wie das Wesen im Material genannt wird: Es ist Meta-Game-Thinking-resistent. Einer der Spieler fragte mich neugierig, "was das denn wohl sei, was ich ihnen vorsetzen würde". Tja, wie gut, daß es kein wirkliches Monster Manual gibt und die Aliens und Götter des Cthulhu-Mythos bei vielen Abenteuern nur als Anhaltspunkte oder templates für tatsächliche Begegnungen dienen. Der Lurker ist sowas von undefiniert, das gäb's bei D&D nie. Ich meine, ICH weiß, in welche Schublade er zu stecken ist und mit welchem Werk Lovecrafts man es am ehesten verknüpfen könnte (weil ich es eben gelesen hab *g*), aber prinzipiell ist er einfach "da". Alles was Spieler und Charaktere wissen müssen, ist, daß ihre Überlebenschancen verdammt schlecht stehen, wenn sie auf dumme Ideen kommen, und daß er eine Gefahr für sie und die Umgebung darstellt, die gebannt werden muß. Wie er angreift, warum er das macht, was er für übernatürliche Fähigkeiten hat, wie intelligent er ist, müssen die nicht wissen. Einiges kann man aus seinen Aktionen (und Opfern) erschließen, einiges sollten sie nie erfahren (weil dann isses nämlich zu spät). Es ist schön, mal ein "Monster" zu haben, dessen Schwachstellen nicht irgendeiner schon kennt, weil es "common knowledge" ist. Einer der dicken Unterschiede zu D&D, die ich auch rigoros umsetzen werde: Je weniger die Spieler wissen oder zu wissen glauben, desto besser. Zurecht wurden die sehr detaillierten Abbildungen des Bestiariums in der D20-Edition gescholten: Lovecraftsche Wesen gehören etwas schwammig hinskizziert und kryptisch beschrieben oder vom Keeper seiner Vorstellung nach gezeichnet, mehr nicht. Das ist kein 08/15 Ork oder ein Goblin, nichtmal ein Illithide oder ein Roter Drache, den man katalogisieren und an jeder Straßenecke finden kann, das ist ein Alien, ein Transdimensionales Wesen, eine mit normalen Sinnen nicht zu erfassende Abscheulichkeit, ein Avatar einer unfassbaren Gottheit, ein rundes Quadrat oder sonstwas, dessen bloßer Anblick selbst den routiniertesten Mythos-Kenner jedes Mal an den Rande des Wahnsinns bringen kann. Dieses Fremdartige, Mysteriöse ist etwas, daß D&D völlig abgeht und das irgendwie auch oft so gehandhabt wird. In meiner D&D-Runde letztens sind wir auf einen lock-lurker gestoßen, und das erste, was der DM macht, ist uns den Ausriß aus dem Quellenbuch, aus dem er es hat zu zeigen, zu erzählen, was die normalerweise so machen, daß es eher ein Scherzmonster ist uswusf. Hab ich damals zum Teil ja auch so gehandhabt, die anderen Spieler hat es nicht so gestört - mir ist es extrem negativ aufgestoßen. Falls ich sowas bei CoC mal abziehen sollte, liebe Spieler, unterbrecht mich auf der Stelle! Anyway, den Sarkophag hat einer der Spieler eingesteckt. Sehr schön, da kann man sicherlich mal drauf aufbauen.

Artefakt Numero 2 wurde leider irgendwie gar nicht richtig für voll genommen. Ich werde einen Teufel tun und jetzt hier schreiben, was für ein äußerst nützliches Zeuch dieses "Dust of Ibn-Ghagi" ist - denn die verschreckten Herren haben in ihrer Panik den ganzen Vorrat unnötigerweise auf den Lurker geworfen, als wären sie der Sandmann höchstpersönlich. Fairerweise muß ich aber erwähnen, daß der eigentliche Verwendungszweck des silbrigen Pulvers innerhalb des Abenteuers absichtlich nicht wirklich abzuleiten ist - dazu waren die Hinweise zu vage, einzig eine zeitaufwendige Analyse durch einen Mythos-Kenner (der grade auf Forschungsreise ist) hätte vielleicht neue Erkenntnisse geliefert. Prinzipiell ist es auch sehr löblich, daß keiner der Spieler auch nur ansatzweise den typischen "D&D-Geiz" gezeigt hat, wenn es um magic items geht ("Hö? Den geilen Zauberstab hab ich eben erst gefunden, den verballer ich doch nicht am erstbesten Monster hier, ihr spinnt wohl!") und die nackte Angst und schlaue Vorsicht über Neugier und Forscherdrang obsiegten. Daß sie gleich die ganze Schachtel aufgebraucht haben (ich hab extra nochmal nachgefragt, wieviel sie eigentlich davon nehmen), hat mich dennoch minimal schlucken lassen. Nuja, warum nicht. Ein Ding weniger, mit dem die Leuts Unfug anstellen können ;). (Wobei ein kleines Restchen ja noch drin ist, wenn sie das irgendwann mal analysieren können, dürfen sie sich kräftig ärgern, daß sie das damals so unnötig verpulvert haben, hihi)

Als letztes wurde ein Mythos Tome eingeführt, das höllische "De Vermis Mysteriis". Neben dem Schinken aus dem Einführungsabenteuer mit der Mitbewohnerin und dem Frischverheirateten, bei dem ich gar nicht mehr weiß, ob sie den Titel rausgekriegt haben, weswegen ich ihn jetzt hier nicht nenne, dankenswerterweise wieder nur erwähnt und nicht zur Lektüre freigegeben. Puh, nicht auszudenken, wenn sie ihre Griffel da rangekriegt hätten....

Achja, ne lebende Leiche gabs auch. Und kein einziger hat sich hinterher gefragt, was die zum Geier überhaupt mit der ganzen Sache zu tun hatte. Zombies sind halt doch zu "normal", auch wenn der Anblick den lieben Leander kurzzeitig den Verstand gekostet hat ;).