Mittwoch, 26. November 2014

Iron Kingdoms (1): Eisen mit Stil

Nach Jahren der treulosen Vernachlässigung dieses Blogs möchte ich selbiges zumindest temporär wieder reaktivieren. Die Frau (ehemals "Die Freundin") meint eh, ich soll endlich mal wieder ein bisschen schreiben und als braver Ehegatte tue ich das doch glatt. Tadaaa!

Vorrangig wird es allerdings in diesem und den nächsten Posts nur um ein Thema gehen: Die Iron Kingdoms. Da ich mal wieder Bock auf Rollenspiel hab und ich die Miniaturen und das Setting des Warmachine-Tabletop-Spiels auch schon ewig hammer-cool finde, habe ich mir mal das Spielerhandbuch angeschafft und etwas rumgeschmökert. So rein in der Theorie sieht auch das Regelwerk recht spielbar aus, insofern werde ich zeitnah einen Versuch wagen und testweise das Einstiegsabenteuer als Spielleiter meistern. Der Plan sieht derzeit zwei Proberunden mit jeweils 4 Spielern vor, falls es gesteigertes Interesse geben sollte, auch mehr. Allerdings möchte ich danach die "richtige" Runde nicht größer als 6 Spieler haben - die scharenweise vorhandene treue Leserschaft sollte sich also nicht zu große Hoffnungen machen ;). Ich entschuldige mich außerdem schon vorab dafür, dass ich wahrscheinlich permanent deutsch und englische Termini durcheinanderwürfeln werde - die gedruckten Regelwerke habe ich in deutsch da, aber im Internetz wird halt meistens doch eher englisch gesprochen.

Zur Einführung von System und Welt starte ich ab heute eine kleine lose Postreihe, damit festigt sich das Regelwerk auch bei mir etwas besser. Eine richtige Struktur hab ich noch keine im Kopf, es wird wahrscheinlich zweigleisig immer mal etwas zum reinen Regelwerk angelehnt an die Reihenfolge der Kapitel im Buch (dieses hier) vermischt mit etwas "Lore" geben. In diesem Post soll es erstmal ganz allgemein einführend um Welt und System gehen.

Das Iron Kingdoms RPG ist ein Ableger der Table-Top-Spiele "Warmachine" und "Hordes" vom Verleger Privateer Press (hierzulande Ulisses Spiele). In den beiden kompatiblen Systemen stehen sich zwei oder mehr Spieler mit ihren Miniatürchen-Armeen auf einem Modell-Schlachtfeld gegenüber und ziehen gegeneinander als Warcaster bzw. Warlock in den Kampf mit Würfeln, Kärtchen, Maßbändern und Schablonen. Deswegen also schonmal eine Warnung vorab: Diese Wurzeln sind im IKRPG sehr deutlich und somit ist das Kampfsystem durchaus komplex (aber nicht wirklich kompliziert) und der Fokus des Spiels liegt schon recht eindeutig auf dem Kampf. So ist beispielsweise nahezu jeder einzelne Zauber im Grundregelwerk nur im Kampf sinnvoll nutzbar. Natürlich obliegt es dem Ermessen des Spielleiters, wie weit der Fokus seiner Kampagne auf dem Kampf liegen muss - da ich selber auch kein Freund von reinen Scharmützelrunden bin, werde ich dafür schon sorgen, dass das "richtige" Rollenspiel nicht zu kurz kommt. Trotzdem sind die Iron Kingdoms eine Welt voller bewaffneter Konflikte und somit wird es in meiner Kampagne sicherlich trotzdem einiges zu kloppen geben (im Einstiegsabenteuer sowieso). Das schonmal zur Vorwarnung.

Auf "Warmahordes" (wie "Warmachine" & "Hordes" gerne zusammengefasst werden) bin ich 2010 auf der SPIEL aufmerksam geworden, da ich als begeisterter (aber langsamer und sehr sporadischer) Miniaturen-Bemaler unbedingt mal "was steampunkiges" bemalen wollte. Ich hab mir damals einfach der Optik nach eine Cygnar Battlegroup und einen zusätzlichen Warcaster (Dominic Darius) gekauft - nach nur 4 Jahren ist immerhin auch schon ein Leichter Warjack aus der Battlegroup bemalt ;). Anyway, das Spiel hat mich nie sonderlich interessiert, die Miniaturen schon. Fantasy meets Steampunk, was will man mehr?

Bis vor rund 1200 Jahren war die Welt Caen - oder genauer der Kontinent West-Immoren, der den Schauplatz der Eisernen Königreiche darstellt - eine ziemlich durchschnittliche nullachtfuffzehn Fantasy-Welt. Elfen (die hier Ios und Nyss heißen), Zwerge (Rhul), Menschen, Trolle (Trollkin), Goblins (Gobber), ein paar untote Drachen links und rechts, ein Kataklysmus hier, unzählige regionale Konflikte dort - soweit nichts Neues. Doch rund 600 Jahre vor der aktuellen Zeitrechnung fielen an der Westküste die kriegerischen (also noch kriegerischer als der Rest) Orgoth ein und versklavten mit ihrer mächtigen Magie innerhalb von wenigen hundert Jahren den gesamten Kontinent. Erst als die Menschen von einer aufgestiegenen Göttin die Gabe der Magie erhalten, wendet sich das Blatt. Im Jahr 1 n.R. wird die Rebellion ausgerufen und nur weitere 200 Jahre später sind die Orgoth vertrieben (natürlich nicht ohne netterweise zahlreiche Ruinen und mysteriöse Artefakte überall rumliegen zu lassen, über die 400 Jahre später die ein oder andere Abenteurer-Gruppe stolpern kann ;)). Zu verdanken haben das die Einwohner der Iron Kingdoms der sogenannten Mekanika - der Verbindung von Magie und physikalischer Wissenschaft.

Und da sind wir auch schon an DEM Punkt angelangt, der die Iron Kingdoms von den meisten anderen Mainstream-Fantasy-Welten abhebt. Unter der Knute der Orgoth fand in den Eisernen Reichen eine Art geheime Industrielle Revolution statt, die mit Magie befeuert (im wahrsten Sinne des Wortes) wurde. Und so macht das IK-Setting dort weiter, wo andere den Schlussstrich ziehen: Feuerwaffen. Feuerwaffen mit MAGISCHEN PATRONEN. Dampfmaschinen. Dampfmaschinen, die magisch beseelte Konstrukte betreiben, die sogenannten Steamjacks. Übermannshohe (meist) zweibeinige Maschinen, die als Warjacks auch in der Kriegsführung eingesetzt werden. Letztendlich magische Roboter mit einfacher Intelligenz, die von speziellen Warcastern befehligt werden. Wen das jetzt völlig kalt lässt, darf an dieser Stelle das Lesen abbrechen und sich sie Beiträge der nächsten Wochen sparen. Alle anderen freuen sich mit mir über steampunkige Fantasy-Action mit Blitze schleudernden Robos und Runen-Geschosse ballernden Pistolen-Magiern. 

Eine recht nette Übersicht über die Welt der Eisernen Königreiche und deren Fraktionen gibt dieses Video. Ich werde in späteren Posts auf die ein oder andere Fraktion eingehen.

Das Regelwerk selbst ist für alte D&D-Veteranen erfreulich zugänglich und trotz diverser kleiner spezieller netter Erweiterungen relativ klassisch. Spieler wählen für ihren Charakter eine Rasse und einen Archetyp (ich werde vielleicht in einem späteren Post darauf eingehen, letztendlich sind diese eine magische ("begabt"), geschickte ("fähig"), intellektuelle oder kriegerische ("mächtig") Ausrichtung). Die Rasse bestimmt dabei ein Set von neun primären und sekundären Attributen (Stärke, Wahrnehmung, Gewandheit, etc.), die zusammen mit ihren abgeleiteten Werten (Nahkampfattacke, Fernkampfattacke, etc.) die Basis für alle Würfe - die übrigens ausschließlich mit W6ern getätigt werden - darstellen. Ein paar Extra-Punkte dürfen zum Start frei auf die Attribute verteilt werden. Der Charakter startet mit zwei "Karrieren", den Klassen des Systems. Das Grundregelwerk erläutert 30 von diesen, letztendlich bestimmen sie relativ strikt, welche Eigenschaften (in etwa "feats" bei D&D), allgemeine, Berufs- und Kampffertigkeiten (D&D: "skills") und Zauber (sofern magisch begabt) diese erlernen können, bzw. mit welchen sie starten. Das "Aufleveln" ist ebenso sehr strikt - eine Tabelle schreibt vor, auf welcher Stufe der Spieler sich wie weiterentwickelt. Beim ersten Aufstieg dürfen zwei Berufsfähigkeiten erlernt oder verbessert werden, beim nächsten ein Zauber/Eigenschaft oder Kampffertigkeit, usw. - später darf auch eine dritte Karriere gewählt werden. Es wird weder beim Erstellen noch beim Entwickeln gewürfelt, hier wird somit nichts dem Würfelglück überlassen. Vor- und Nachteile wie bei DSA gibt es nicht, die regeltechnischen Möglichkeiten eines Charakters hängen also letztendlich ausschließlich an der Rasse und den Karrieren - große Auswahlmöglichkeiten jenseits dessen gibt es faktisch nicht.

Interessant finde ich an dieser Stelle eine Zuweisung von sogenannten "Verbindungen" an den Charakter während Erstellung und Entwicklung, die dem Spieler quasi eine direkt im System verankerte Ressource für Informationen und Material bietet. So hat man halt beispielsweise von Anfang an eine Kontaktperson zur lokalen Diebes-, Söldner oder Alchimistengilde und begrenzten Zugriff auf deren Dienste. Nützlich für Spielleiter und Spieler für den unkomplizierten Einstieg in die Abenteuer. Das System belohnt auch den Gruppengedanken: Wenn sich die Spieler auf einen gemeinsamen Hintergrund einigen können - das Regelbuch bietet hier eine Auswahl aus beispielsweise einem Arkanen Orden, Piraten, Spionagering usw. an -, winken zusätzliche Vorteile wie ein Gildenhaus, monatliche Spenden, etc. Sowas bastelt man sich in anderen Systemen indirekt dazu, hier wird es direkt ins Hauptregelwerk aufgenommen.

Details gibt es in einem späteren Post, dort dann auch mehr zum Kampf-, Magie- und generellem Fertigkeitsprobensystem. Zum Abschluss noch ein paar Rahmendaten zum Einstiegsabenteuer: Um einen schnellen Einstieg zu gewähren, beinhaltet das Abenteuer vier fertige Charaktere, die eine eigene Söldnergilde gegründet haben. Die "Schwarzfluss-Freischärler" (eieiei, die deutsche Sprache ist da einfach gewöhnungsbedürftig - die "Black river irregulars" klingen deutlich schmissiger - aber naja, ansonsten ist das Regelwerk deutlich besser übersetzt als die Warmachine-Quellenbücher, die ich mein Eigen nenne) bestehen aus:

- Colbie "Der Boss" Sterling, weiblicher intelektueller Mensch (Midlunder), Feldmechaniker / Soldat
- Eilish "Der Spürhund" Garrity, männlicher begabter Mensch (Thurier), Arkanist / Ermittler
- Milo "Der Spezialist" Boggs, männlicher fähiger Mensch (Morridianer), Alchemist / Dieb
- Gardek "Das Muskelpaket" Stonebrow, männlicher mächtiger Trollsippling (Urban), Kopfgeldjäger / Kämpfer

Jeder Archetyp dabei, ein bunter Mix durch alle Karrieren - das sollte zum Kennenlernen des Systems sehr hilfreich sein. Geschlecht ist natürlich nicht fest und kann gerne an das des entsprechenden Spielers angepasst werden - Colbert, Eilisha, Mila und Gardekka sind also auch denkbar.

Damit soll's das auch für heute gewesen sein - mehr folgt in den nächsten Tagen.

Freitag, 10. Mai 2013

Liebe FedCon

Liebe FedCon,

wir müssen reden.

Vielleicht ist Dir aufgefallen, dass wir uns dieses Jahr noch nicht gesehen haben - Du brauchst auch nicht auf mich warten, das wird dieses Mal nichts mit uns. Sorry. Nun schau nicht so traurig, Du wirst es auch ohne mich schaffen. Letztes Jahr ging das ja auch ganz gut, als Du mich nicht die ganze Zeit bei Dir haben wolltest. Da war ich schon etwas verletzt, auch wenn Du gemeint hast, ich hätte halt rechtzeitig Bescheid sagen können, dann hättest Du keine anderen Pläne gemacht. Dumm gelaufen. Ändert aber an unserem Hauptproblem nix: Ich glaube, wir haben uns auseinander gelebt.

Weisst Du noch, damals, 2001, als wir uns kennenlernten? Was waren wir verliebt. Ich bin damals sogar über Nacht bei Dir geblieben, da hab ich weder Kosten noch Mühen gescheut. Alles war neu, frisch, spannend. Du hast mir Dinge gezeigt, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Vor allem Deine Freunde waren der Hammer. Ein paar von Ihnen kannte ich aus dem Fernsehen und wollte sie unbedingt kennenlernen. Auch wenn einige in echt ziemlich langweilig waren, mit den meisten hatten wir viel Spaß. Lustigerweise mit denen am meisten, die ich vorher gar nicht kannte. Eine gewisse Alexandra Tydings hatte mir sogar schöne Augen gemacht, aber natürlich hatte ich nur welche für Dich. Hach ja, die gute alte Zeit.

Die nächsten Jahre waren wir ein tolles Paar. Wir haben uns zwar nur einmal im Jahr gesehen, aber die Zeit hat gerockt. Und zwischendrin haben wir uns öffentlich Briefe geschrieben. Die hast Du jetzt nicht immer beantwortet, aber dafür waren andere Leute da, die einfach mitgeschrieben haben. Viele von denen sah ich jedes Jahr wieder bei Dir, manche sogar regelmäßig ohne Dein Beisein.

Aber irgendwann ist es dann passiert. Wir passten nicht mehr so richtig zusammen. Du wolltest immer und immer wieder Star Trek schauen, und ich lieber Battlestar Galactica, Farscape, Lost, Firefly... Etwas widerwillig schautest du auch mal ein paar Folgen mit an und ludst ein paar andere Freunde ein, aber das wirkte irgendwie etwas... gezwungen. Trotzdem kannte ich mittlerweile genügend Deiner "normalen" Freunde, dass es nicht mehr so schlimm war, dass mich ein Großteil der "anderen" Freunde nicht mehr so interessierte. Jedes Jahr habe ich Dir direkt für das nächste Date im nächsten Jahr zugesagt. Bis zu "Callis-Gate".

Du erinnerst Dich? Es war glaube ich 2007, ich hatte mich auf einen besonderen Freund von Dir namens James Callis gefreut, weil er der erste Deiner Freunde war, der BSG mit mir gucken wollte. Doch plötzlich "konnte" er nicht mehr kommen. Manch einer munkelte, er "durfte" nicht mehr kommen. Wenn es Deine liebe Freundin Jewel nicht gegeben hätte... damals sind wir schon haarscharf an einer Trennung vorbeigeschlittert.

Aber hey, wir haben es nochmal miteinander versucht, und es klappte! In den nächsten drei Jahren wollten alle Deine Freunde mit mir Battlestar Galactica schauen, die Gefühle von Anfang an waren wieder da! Doch Callis-Gate hatte seine Spuren hinterlassen. Ich konnte und wollte mich nicht mehr frühzeitig bei Dir ankündigen, sondern erst wissen, welche Freunde Du einlädst. Und du wurdest irgendwie... unnahbarer, zumindest in meinen Augen. Du ludst Deine Freunde wieder aus, weil sie angeblich keiner treffen wollte. Du sagtest mir nicht, wenn Deine Freunde nicht kommen konnten. Obwohl Du einen Internet-Anschluß hattest und ein Smartphone. Das merkte ich nur daran, dass sie einfach ohne Erklärung nicht da waren. Dein Vater flippte immer wieder mal öffentlich aus. All das war früher auch so, aber es störte mich plötzlich mehr - ich hatte mich verändert. Dann bist Du nach Düsseldorf gezogen. Nach Düsseldorf!

Letztes Jahr dann "Felicia-Gate". Ja, ich hab auch Fehler gemacht. Ich dachte, wir kannten uns gut genug, dass Du mich vorwarnst, wenn ich nicht mehr kommen kann. So durfte ich nur einen Kurzbesuch machen, um eine Deiner coolsten Freundinnen ever zu treffen. Ich hatte keine richtige Lust mehr, Dir Briefe zu schreiben, es hörte ja eh keiner zu. Und zu sagen hatten wir uns eh nix. Lass uns Freunde bleiben, hab ich damals gesagt. Ich mag Dich immer noch. Und Du meinest, hey, klar, wir sehen uns nächstes Jahr, sag einfach eher Bescheid, wir haben wieder ein tolle Zeit. Geknickt warst Du nicht - wir brauchten uns beide nicht mehr. Wobei ich Dich sowieso immer mehr gebraucht habe als Du mich, glaube ich.

Zu allem Unglück tauchte dann Deine Zwillingsschwester Galaxy-Con aus dem Nichts auf. Plötzlich hieß es, dass Deine Freunde auch ihre Freunde sind und deswegen ein paar von Ihnen lieber zu ihr kommen würden. Ich versuchte gerade, unsere Freundschaft zu retten und dann sollte ich plötzlich auch noch Deine Schwester liebhaben, um Deine Freunde zu sehen? Das war wohl leider der Tropfen, der das Faß zum Überlaufen gebracht hat. Für beide von Euch konnte ich mich nicht entscheiden. Für nur eine von Euch wollte ich mich nicht entscheiden. Also habe ich mich - zugegeben recht trotzig - für keine von Euch entschieden dieses Jahr. Deine Zwillingsschwester verschwand vor ein paar Wochen wieder, aber es war zu spät. Ich habe mittlerweile andere Pläne für die Zeit. Und weißt Du was? Trotz der vielen coolen Freunde, die Du dieses Jahr eingeladen hast, bin ich gar nicht traurig. Ein bißchen vielleicht. Schade, daß ich die Brieffreunde nicht sehe, klar. Aber die seh ich wahrscheinlich fast alle im Herbst...

Keine Ahnung, ob sie es Dir schon gesagt hat, aber ja, ich hab letztes Jahr mit Deiner kleinen Schwester rumgemacht. Lange hab ich sie nur als Kind gesehen, aber sie ist heimlich zu einer heißen Khaleesi geworden. Wir werden uns defintiv wiedersehen, auch wenn ich Euren Vater nicht mag. Du und ich, wir sind erstmal nur Bekannte. Vielleicht werden wir nächstes Jahr wieder zu Freunden.

Danke für die schöne Zeit,
Batch

P.S.: Noch ein paar Zeilen ohne Metapher. Ich weiß nicht, ob sich die FedCon verändert hat, oder nur meine Wahrnehmung von ihr durch meine eigene Veränderung. Ich lege heute deutlich mehr Wert auf "Customer-Relationship-Managment" als früher, wahrscheinlich gerade weil ich schon so lange dabei bin. Ich habe mich über die Jahre sooft über diverse Sachen aufgeregt - früher wurde das direkt mit den positiven Erlebnissen auf der Con kompensiert. Jetzt nicht mehr. Die Galaxy-Con-Geschichte war für mich ein leuchtendes Beispiel, wie wenig der Veranstalter seine Stammkunden - oder zumindest mich - kennt und einbezieht.

Dass ausgerechnet kurz vor und während der Veranstaltung selbst der größte Kommunikationskanal (das Forum) nicht zur Verfügung steht, ist katastrophal. Dass ich bis jetzt nur durch den Buschfunk gehört habe, dass Tricia Helfer nicht da ist, ist eine Frechheit. Wäre ich Spontan-Tagesbesucher, würde ich mich stark verarscht fühlen, wenn ich hinfahre und die dann nicht da ist. Kein Update der Website, kein Tweet. In meinen Augen braucht die FedCon einen dedizierten Community Manager, der hauptberuflich Informationen für die Kunden aufbereitet und verteilt. Dann würden Dirks patzige Ausbrüche im Forum auch vorher gefiltert ;).

Trotz allem Viel Spaß allen, die da sind. Beste Grüße an Barrowman, Myles, Edgley, Black, Browder & Nicole :).

Samstag, 23. April 2011

Ladies of Interest Special: Die Freundin

Pünktlich zum 6-monatigen (okay, ich hab geschummelt und veröffentliche den Artikel erst zum Datum, geschrieben habe ich ihn schon vorher. Und zwar schon länger, noch bevor just die zu behandelnde Lady feststellte, dass ich schon lange keinen LoI-Eintrag geschrieben habe...) wird's eigentlich mal Zeit für einen Eintrag über die ultimative Lady of Interest. Die Freundin :).

Frau Freundin ist der breiten Masse eher nicht bekannt, wennauch sehr aufmerksame und langjährige Leser erahnen könnten, wann und wie ich sie kennengelernt habe. Leider habe ich dieses Mal keine Fernseh-Serie parat (außer vielleicht "Batch's So-Called Life" ;) ), die ich heimlich mit dem Beitrag anpreisen kann. Buffy vielleicht, oder Sailor Moon. Aber sehr indirekt. Wird also nur in reiner stark hormonell geprägter Schwärmerei enden. Das unglaubliche ist dieses Mal nur, dass die Lady mich dieses Mal nicht nur auch kennt, sondern sogar zurückschwärmt. Hammer!

Die Freundin ist toll. Also so richtig mit Geb-ich-nicht-mehr-her und so. Supersüß (grade kommen ihre Sommersprossen raus, da ist sie NOCH süßer), wunderschön und überhaupt. Mir in sehr vielen Dingen verdammt ähnlich, nahezu unheimlich. Siehe Buffy und Sailor Moon. Aber auch rein charakterlich: Streitunlustig, ironisch, gerne mal zeitweilig sehr begeistert von etwas. Die Übereinstimmungen im Musikgeschmack und was Essen und Trinken betrifft sind auch äußerst praktisch. So können wir beide die selben Lieder mitsingen und dieselben Sachen dabei essen :). Wobei ich jetzt nicht ganz so krass auf Avocados abfahre wie Frau Freundin.

Ich würde es nie offen zugeben, aber ich liebe die Tatsache, dass sie in so vielen Belangen ein waschechtes Mädchen ist. Schuhe, Klamotten, kleine Tiere, Kinderbücher, Spittel (Nippes), knallige Farben, bunte Häuser - großes Entzücken bei der Freundin, Augenrollen beim Batch. Herrlichst. Es ist einfach der Hammer, wie sie sich über an sich total "kleine" Sachen wie ein kleines Kind freuen kann. Ich erinnere mich noch an eine U-Bahn-Fahrt in Berlin, als sie ganz plötzlich vom Sitz aufsprang, zur Tür lief und "Kuck ma, kuck ma, da ISSES!" rief. Die Mitfahrer schauten schon ganz verdattert und auch ich konnte im ersten Moment nicht zuordnen, was genau sie gesehen hatte. Wobei ich es hätte ahnen können: Ein Haus mit großem Graffiti dran, das sie auf einer alternativen Berlin-Führung am Vortag schon gesehen hatte :). [Ja, wir reden von der Berliner U-Bahn, die fährt auch gerne mal über statt unter der Straße.]

Nun wird der ein oder andere denken, "Aha. Sind nicht alle Frauen so? Und in welcher Parallelwelt kann ein Batch damit was anfangen, dieser Obergeek?" Der interessante Part an der Freundin ist, dass sie zudem trotzdem selber ein totaler Geek ist. Liest Comics, spielt Rollenspiele, zockt an der Konsole, schaut bis zum Erbrechen TV-Serien und Kinofilme (natürlich im englischen Original). Und häkelt mir gerade einen kleinen Cthulhu :). Die Freundin ist ungelogen das wahrscheinlich einzige Element der Schnittmenge von "Twilight-" und "Machete-"Fans.

Darüberhinaus ist sie einer der warmherzigsten und hilfsbereitesten Menschen, die ich kenne. Und ab und an ein beschützenswerter Tollpatsch. Und sie kann ein Herz mit Ihren Füssen machen ;). Ich liebe die Freundin. :)

Samstag, 12. März 2011

Muss mal raus (1): Umgang mit Kunden

Ich melde mich aus der Blogpause zurück. Weil ich grade geladen bin wie ein Flux-Kompensator. Und das mal raus muss.

Situation: Ich als Stammkunde (über 10 Jahre "kaufe" ich da ein) stelle eine sehr diplomatische Auskunftsfrage direkt an den "Geschäftsführer" - im Bewusstsein, dass dieser dazu neigt, überzureagieren, EXTRA unmissverständlich und mit viel positiver Kritik garniert. Und TROTZDEM kriege ich eine pampige Antwort, die meine Frage nichtmal wirklich beantwortet, sondern mich auch noch als realitätsfernen Trottel darstellt. Es passiert öfter, dass der "Geschäftsführer" seine Kunden - ungeachtet, ob Stamm- oder Neukundschaft -, so dermaßen anpflaumt. Er "sei mittlerweile zu alt, um sich zu ändern" und "eben sehr direkt". Super, ist mir scheißegal. Offenbar bin ich zu naiv für diese Welt, da ich immer noch tatsächlich erwarte, genausoviel Respekt und Anstand zu bekommen, wie ich gebe. Vor allem, wenn ich zahlender Kunde bin.

Ich weiß nicht, wieso ich hier seit ner guten Stunde schon so krass sauer auf den Typen bin, dass ich echt versucht bin, sein "Produkt" nicht mehr zu kaufen. Wie gesagt, man ist es ja gewohnt. und rein objektiv betrachtet war's auch gar nicht so krass. Aber irgendwie hatte ich echt gedacht, dass er mich nach 10 Jahren, in denen wir zumindest ab und an auch mal direkt miteinander zu tun hatten, nicht für einen dummen Nörgler hält, sondern einen langjährigen Stammkunden mit einem gerechtfertigten Anliegen. Nichtmal ein Anliegen, ich wollte ja nur eine Auskunft. Ob es spezielle Gründe gibt, wieso in der aktuellen Version 20 des von mir an sich sehr gern gekauften Produktes einige persönlich geschätzte "Produktkomponenten" ausgebaut worden sind. Ob ich befürchten muss, dass sie in der nächsten Version nicht wieder eingebaut werden, weil sie fehlerhaft oder zu teuer oder wasweissich sind. Nebenbei auch schön erwähnt, wie zufrieden ich mit dem Produkt an sich bin und die ein oder andere Komponente der aktuellen Version besonders meinen Geschmack trifft. Respekt für den Einbau zweier besonders gewünschter (wennauch nicht von mir) hochqualitativen Komponenten.

Sinngemässe Antwort: "Okay, wir bauen die beiden teuren Komponenten wieder aus, damit Du 10 von Deinen Lieblingskomponenten haben kannst. Kannst Du nicht rechnen, die neuen Komponenten sind so hacketeuer wie 3-4 normale."

Klasse. Mal davon abgesehen, dass ich überhaupt gar keinen Umbau der aktuellen Version gefordert habe, sondern nur wissen wollte, ob ich in Version 21 vielleicht mit einer Rückkehr rechnen kann - wahhh. SO EIN HALS! Ich hasse das, ich hasse das, ich hasse das. Diese elende Unfreundlichkeit. Grade, wo ich nochmal drüber gelesen hab. Ich bin zahlender Kunde verdammt und ich wollte nur eine Information und ich hab sie extra persönlich gestellt und nicht zusammen mit Fragen anderer Kunden. Und es kotzt mich so an. Vielleicht liegt's ja daran, dass ich mittlerweile auch mit Kunden meiner Firma Kontakt habe und mich dieses arrogante "Du Trottel, sei gefälligst zufrieden und stell keine lästigen Fragen sondern gib mir weiterhin Dein Geld"-Getue so mörderisch auf die Palme bringt. Mein Arsch wäre so dermaßen gefeuert, wenn ich so mit unseren Kunden umgehen würde.

Aber hey, das Produkt ist halt Marktführer. Fast sogar mit Monopol in Deutschland. Da kommt's auf einen unzufriedenen Kunden eh nicht an. Was soll er auch machen? Stinksauer sein. Sich ernsthaft fragen, ob er nicht doch lieber ein ausländisches Produkt kauft, mittlerweile hat er genügend Geld für sowas. Dort wird er zwar wahrscheinlich gar keinen direkten Kontakt zum Chef haben, aber dafür wird man wenigstens nicht angepflaumt. Womöglich haben die sogar einen Customer-Relations-Mitarbeiter, der auch in Stress-Situation um das Wohlwollen der Kunden bemüht ist. Mag sein, dass ich eine Mimose bin, aber in gewissen Situation erwarte ich einfach Respekt und Professionalität. Und wenn ich das nicht kriege, muss ich mich fragen, ob ich für die Abwesenheit derselben weiterhin zahlen möchte.

So. Immer noch sauer. Nun habe ich für dieses Jahr das Produkt schon gekauft und werde es somit sicherlich auch nutzen. Weiterempfehlen werde ich es allerdings nicht mehr. Weil ich beleidigt bin. Wird Zeit, mal etwas ernsthafter die Konkurrenzprodukte in Augenschein zu nehmen...

Update: Es wurde sich mittlerweile entschuldigt. Offenbar hatte der Manager tatsächlich nicht verstanden, dass meine Frage Version 21 betraf und nicht die längst in Produktion befindliche Version 20. Immerhin. Trotzdem keine Art, mit Kunden umzugehen - meine Einstellung bleibt.

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Grmbl (1): Die neue XBoX Slim

Neue Kategorie für Ärgernisse, hmpfztn.

Gestern die neue, schlanke, schwarze, tolle XBoX Slim gekauft. Hübsches Teil, schnurrt wie ein Kätzchen (kein Hubschrauberlandeplatz mehr wie die alte Konsole), WLAN läuft auch, endlich genügend Platz auf der Festplatte, schon fit für Kinect - eigentlich alles wunderbar. ABER:

Wieso zum Henker liegt dieser "Elite"-Version nur ein popeliges Komponenten-Kabel bei? Ich hab das Ding angeschlossen und gedacht, die wollen mich verarschen. Nix HD. Ist jetzt nicht so schlimm, hab ich halt das HD-Kabel (keine Ahnung wie das heisst) der alten Konsole genommen - aber da ich die alte Konsole weitergeben will, muss ich wohl noch ein HDMI-Kabel nachkaufen (wohl gemerkt nicht irgendeins, das wär ja langweilig, das muss schon das von Microsoft für zig Ocken sein..). Super. Wieso hat die alte Looser-XBox ein HD-Kabel und die neue SuperDuper-Variante keins? Hmpfzt.

Aber okay. Geht ja erstmal. Das Übertragen der Festplatten-Daten auf die neue Konsole von der alten (natürlich auch NUR mit einem Extra-Kabel möglich, aber das wusst ich ja vorher und hatte das Ding schon da) an sich, lief auch reibungslos. Nun muss man aber danach noch die Lizenzen der runtergeladenen Inhalte auf die neue Konsole übertragen. Hatte ich mir alles angeschaut vorige Woche, kann man alles toll auf der X-Box-Seite machen, sollte ja kein Akt sein. Dummerweise haben die offenbar in der Zwischenzeit die Homepage komplett umgekrempelt und sämtliche Links auf Lizenz-Übertragungsfunktionalität führten auf ne Fehlerseite. Ganz toll.

Da ich es nicht so prickelnd finde, meine Download-Inhalte nur spielen zu können, wenn Netzverbindung besteht und ich vor allem auch gerne möchte, dass die Mitbewohnerin das Zeug (für das sie zum Teil ja auch bezahlt hat) mit ihrem Account auch spielen kann, habe ich dann dochmal die Hotline bemüht. Das lief dann wieder recht gut, muss man sagen, wurde alles aufgenommen und das wird dann halt jetzt da angestossen. Trotzdem doof. Wie kann man denn eine neue Homepage online gehen lassen, ohne wichtige Funktionen zu migrieren? Einmal mit Profis arbeiten...

Aber hey, mein Leben ist grade extrem toll, das ist alles kein Stück schlimm :). Aufgeschrieben werden musstes trotzdem mal.

Sonntag, 3. Oktober 2010

Zitat des Tages (7)

Ein guter Schweinebraten hat durchaus etwas transzendentales, wenn er gut gemacht ist. Denn es ist ja die Bestimmung des Schweins, gut zu schmecken. Die Sau als entfremdetes Individuum, geworfen in eine gott-gleichgültige Welt, kann ja als Bestimmung nur das anerkennen, was ihre Existenz verursacht und dadurch sinnhaft prägt: Nämlich das Schwein-Sein, dem das Bratenhafte ja schon innewohnt. Die Sau muss sich selbst verwirklichen, in dem sie sich in ihre dem Sein-Zweck untergeordnete Rolle als Bratenscheibe fügt.

- "Nuhr die Wahrheit", Dieter Nuhr

"Der Uhu ist der Luchs unter den Adlern", ist übrigens auch aus dem Programm - den Spruch hatte ich mal auf einem T-shirt gesehen und tagelang gerätselt, wo der wohl herkommt.

Sonntag, 11. Juli 2010

Quote of the Day (6): Belief vs. Faith

Read in Bryan Edward Hill's (co-author of the title) afterword in "Broken Trinity: Pandora's Box #2". Very true in my book:

Belief is all around us. It seems now, more than I've seen, people are wearing their beliefs on their sleeves. Political. Religious. Philosophical. We're a world made of little tribes, too many times picking fights with the other tribes that don't agree with us. That's the difference between belief and faith. Belief is active. Belief is certainty without discipline.

One man believes the sun is a god.
The other believes in the power of the moon.
Give them voices and they argue.
Give them weapons and they fight.
Give them armies and they wage war.

Faith is different. Faith is the resignation to something more powerful than yourself. The action of faith is discipline, the discipline to not continuously prove your cause to the world, but to accept the differences in others and find common ground. Faith isn't regulated to religion. It can be faith in a political system. Faith in the essential goodness of others. Faith that despite our natural weaknesses, humanity does want to build a better world.
And they say comic books are shallow...